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Bitte nicht umschalten: DG begeistert mit eigenem Theaterstück „Im falschen Film – Wenn Fernsehen realer als die Realität wird“

Am 30.04.2026 verwandelte sich unsere Aula in ein buntes Universum aus Filmwelten, Abenteuer und überraschenden Wendungen. Rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten den Theaterabend und erlebten das Stück „Im falschen Film – Wenn Fernsehen realer als die Realität wird“, das von 70 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 7 bis 10 auf die Bühne gebracht wurde.

Bereits am Vormittag präsentierte das Ensemble das Stück im Rahmen der Generalprobe vor Publikum. Besonders Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs, die in naher Zukunft ihre Wahlpflichtwahl treffen, erhielten so einen spannenden Einblick in das Fach Darstellen und Gestalten und konnten erleben, wie kreativ, vielseitig und gemeinschaftlich Theaterarbeit an unserer Schule sein kann.

Am Abend toppte die Aufführung in vollständiger Kostümierung, mit Technik, Licht und Publikum die Generalprobe noch einmal deutlich und sorgte für einen rundum gelungenen Theaterabend.

Über eine Stunde lang führte das Ensemble das Publikum durch unterschiedlichste Genres: Mithilfe einer magischen Fernbedienung wurden die drei Jugendlichen Riley, Nupel und Fynn in verschiedene Filmwelten katapultiert und mussten sich Szene für Szene neuen Herausforderungen stellen. In ihren Hauptrollen überzeugten die drei mit viel Spielfreude, Witz und Präsenz und verbanden die einzelnen Szenen gekonnt miteinander.

Der Auftakt führte direkt in die gefährliche Welt der Mafiosi, in der es spannend und brenzlig wurde: Einer der Hauptdarsteller musste scheinbar um sein Leben bangen – selbstverständlich bestens geprobt und zur Freude des Publikums mit einem Augenzwinkern inszeniert.

Anschließend ging es in die Welt der Science Fiction, die durch ausgeliehene Astronautenkostüme der Theaterwerkstatt Bethel besonders lebendig wurde. Für diese Unterstützung bedanken wir uns herzlich.

Mit viel Gefühl startete anschließend die Romeo-und-Julia-Szene der Achtklässler. Sascha als Romeo und Valeria als Julia überzeugten das Publikum zunächst in einer berührenden Liebesszene, bevor Riley der romantische Kitsch offensichtlich zu viel wurde und das Geschehen kurzerhand aus dem Ruder lief: Verschiedene Duelle wie Tauziehen, ein energiegeladenes Dance Battle und schließlich eine Slow-Motion-Schlägerei sorgten für große Begeisterung im Publikum.

Ein besonderes Highlight bot die darauffolgende Zaubereinlage: Can sorgte als charmant-chaotischer Werbefritze mitten im Stück für viel Unterhaltung und leitete einen überraschenden Rollenwechsel ein. Durch einen magischen Tausch wurden die Jugendlichen kurzerhand verwandelt: Rezan, Sinuela und Eriwan übernahmen für die anschließende Szene und führten das Publikum durch den nächsten Abschnitt, bevor sich die Figuren schließlich zurückverwandelten.

Es folgte ein spannendes Pokerspiel der Cowboys, das das Publikum mitten in die Welt des Westerns entführte.

Besonders schaurig wurde es anschließend in der Gruselwelt, in der Ekaterina und Lilia als eindrucksvolle Vampire einige Zuschauerinnen und Zuschauer in Angst und Schrecken versetzten. Doch mit viel Witz wandelte sich die düstere Atmosphäre schnell in eine gelungene Slapstick-Einlage.

Den Abschluss bildete die märchenhafte Fantasy-Welt: Eine fiese Hexe, zauberhafte Elben und das geheimnisvolle Spiegelbild einer Prinzessin sorgten für einen atmosphärisch dichten und fantasievollen Ausklang.

Ganz am Ende blieb es spannend: Offen blieb, ob der große nervige Bruder Can es tatsächlich geschafft hat, aus der Welt der Dinosaurier zu entkommen.

Das Publikum honorierte die Aufführung mit langanhaltendem Applaus. Besonders schön war zudem der Besuch ehemaliger Schülerinnen und Schüler aus dem Fach Darstellen und Gestalten, die den Abend verfolgten und sich begeistert über das neue Stück zeigten.

Den emotionalen Abschluss bildete die große Applausordnung: Blumen, kleine Geschenke und viele wertschätzende Worte der Schülerinnen und Schüler an ihre Lehrkräfte Frau Hambach und Herrn Kouri rundeten den gelungenen Abend ab.

Besonders hervorzuheben ist, dass das Stück vollständig selbst entwickelt wurde. Die Grundidee entstand federführend im 9. Jahrgang, der das Konzept rund um die magische Fernbedienung und die drei Jugendlichen entwickelte. Von dort aus arbeiteten die einzelnen Kurse an eigenen Szenen zu ihren jeweiligen Genres weiter. Ausgangspunkt war dabei stets dieselbe Idee: Drei Jugendliche landen in einer fremden Filmwelt – und irgendetwas Unerwartetes geschieht.

Alle Dialoge, Figuren und Handlungsstränge entstanden im Laufe vieler Proben aus Improvisationen, analytischer Arbeit, Experimentierphasen und kreativen Weiterentwicklungen. So wuchs nach und nach aus vielen einzelnen Ideen ein stimmiges und abwechslungsreiches Gesamtkonzept.

Nach monatelanger Probenarbeit war die Euphorie bei allen Beteiligten deutlich spürbar. Stolz, Erleichterung und große Freude prägten den Abschluss eines rundum gelungenen Theaterabends.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden, Unterstützenden und Zuschauerinnen und Zuschauern für diesen besonderen Abend.